MUSIK

Musik von der anderen Seite und die NLP Hypnose:

Eine Charakteristik von Babylon ist die immer stärker werdende Ökumene in der Kombination mit besonders betonter und extrem tiefer Anbetung der Dreieinigkeit, die laut dem Papst der wichtigste ökumenische Faktor ist, wie auch die penetrante Musik als „christliche“ Version dämonischer Pop-Rock Musik. 

Dabei verwechselt man ekstatische Emotionen mit der wahren Neugeburt durch den Geist Gottes, damit man mit beruhigtem Gewissen als gestrichenes Grab die Sünde genießen kann, ohne dass uns die negativen Emotionen plagen. Die Vorträge des Ex-Rockmusikers Brian Neumann können uns helfen besser zu verstehen, wie gefährlich die moderne synkopale Musik bei uns ist, wie auch die versteckten hypnotischen Bilder im Fernsehen und Kino. 

Schon Popstar David Bowie, der selber zu diesen Kreisen gehört, hat gesagt, dass jede Form moderner Musik, selbst die unauffälligsten Formen wie New Orleans Jazz oder moderne „christliche“ Musik, die Wurzel im Voodoo hat. Wir wissen, dass die in der dämonischen Voodoo Religion aktiven Menschen durch sehr rhythmische Musik nach einer gewissen Zeit in die Besessenheit geraten, auf den Boden fallen und mit dem ganzen Körper und den Extremitäten zittern. Interessant ist, dass wir das gleiche in den betont charismatischen Kirchen sehen, wo man es als das Wirken des heiligen Geistes interpretiert, obwohl es dämonische Kräfte sind. 

Erst durch so extreme Fälle können wir erkennen, wohin solche Musik allmählich führt, auch was sich hinter der milderen Form versteckt. Sie ermöglicht Satan immer mehr den Zugang zu unserem Kopf und Körper. Solche Musik ist auch bei uns schon längst eingedrungen. Sie kam durch die am Anfang weniger auffällige Musik der alten Heritage Singers und später durch Sandi Patti und moderne Heritage Singers, die nicht zufällig den Weg für die heutige vollständig charismatische Musik mit dämonischem Hintergrund und betonten Trommeln öffnete. 

Sie hat nochmals einen verstärkten moralischen Abfall mit eingeschlafenem Verstand gebracht. Das gleiche ist auch in dieser Welt geschehen, wo die damals ruhigen Beatles und Elvis Presley, den Weg für die blasphemische Heavy Metal Musik bereiteten. 

Ellen White hat das Eindringen der weltlichen Musik in unsere Kirche mit Trommeln, Rhythmus und Tanzen als Teil des letzten Abfalls vor dem Ende der Gnadenzeit prophezeit, und erklärt, dass die Musik eine starke Wirkung auf unseren Verstand hat, im positiven oder negativen Sinne.

  • „Die Dinge, die du beschrieben hast wie sie in Indiana geschahen, hat der Herr mir gezeigt, würden unmittelbar vor dem Ende der Gnadenzeit stattfinden. Jede ordinäre Sache wird statt finden. Es wird ein Geschrei mit Trommeln, Musik und Tanz geben. Die Sinne vernunftbegabter Wesen werden so verwirrt werden, dass man ihnen nicht zutrauen kann richtige Entscheidungen zu treffen. Und das wird das Wirken des heiligen Geistes genannt. Der heilige Geist offenbart sich nie mit solchen Methoden, mit solchem Krach… Solcher Krach schockiert die Sinne und pervertiert das, was richtig geführt ein Segen sein könnte. Die Kräfte satanischer Agenten blenden mit Krawall und Krach um einen Karneval aufzuführen, und das wird als Wirken des heiligen Geistes bezeichnet.“ {Ellen White: SM 2, Book 2, p. 36} 
  • „Diese Sachen, die schon in der Vergangenheit geschahen, werden auch in der Zukunft kommen. Satan wird die Musik als Falle machen, durch die Art, wie sie ausgeführt wird.“  {Ellen White: 2SM, p. 38}

Auf dem adventistischen Kongress in Indiana 1900 war definitiv keine Rock- oder eine andere Form der extremen Musik präsent, womit man in heutigen Tagen die aktuelle Art der Musik verteidigen könnte, mit den Behauptungen, dass die heutige Musik “keine Verbindung” mit der angekündigten Form hätte. 

Der beschriebene Krach beschreibt nur den Unterschied von der DAMALS besonders RUHIGEN Musik, die zum Lob Gottes gedient hatte! Gerade die dezenten Trommeln, Pop und Jazzeinfluss oder eine dezente Form des Tanzens (Schwingen), oft begleitet durch eine sehr dezente Ekstase falscher Freude stellen die Erfüllung der Prophezeiung von Ellen White dar. Vielen ist die Aussage der anderen Seite bekannt, dass der Musiktext unwichtig sei, wenn die Musikform den Feind lobt. 

Und eben solche prophetisch angekündigte Musik bekommt vor unseren Augen immer mehr Applaus in der Gemeinde. Als Verteidigung kommt ein Missbrauch des biblischen Begriffes ´Trommeln´ in Psalm 150. Nach Erforschung der biblischen Vergangenheit können wir feststellen, dass die damaligen Trommeln sehr kleine Instrumente waren, die mit einem milden Schlag pro Takt die Musik der Freude und Anbetung begleitet haben. Damalige Trommeln sind nicht mit einem synkopalen Rhythmus, der Frequenz und Lautstärke wie bei heutiger modernen Musik gespielt worden.

Als weitere Verteidigung nimmt man die Musik der Juden in späterer Phase, als diese unter dem Einfluss heidnischer Völker bereits drastisch deformiert war, ähnlich wie bei uns heute. Die Juden hatten dann drastisch größere Trommeln übernommen, wie es auch die anderen Völker um sie herum hatten. Und solche Musik ermöglicht und verstärkt die Besessenheit vieler Menschen in charismatischen Kirchen. Aber auch die ruhige fernöstliche Musik, bei der man leise und langsam immer die gleiche Passage, Rhythmus und Töne wiederholt, zählt zu den hypnotischen Mitteln!

Wenn wir uns wieder die Offenbarung anschauen, sagt Gott darin sehr klar, dass Er Laodizea ausspeien wird, und wir sehen aber zugleich, dass nach ihr keine andere Kirche existiert. Wir wissen, dass Gott ein Wesen der Ordnung und Organisation ist und kein chaotisch zerstreutes Volk haben will, außer während der letzten Verfolgung. Da die Bibel auch sagt, dass das Unkraut bis zur Ernte zusammen mit dem Weizen wachsen wird, sollen wir beten, dass Gott uns zeigt was wir tun sollten. 

Auf dem charismatisch geprägten Pan-European Adventist Youth Congress im Jahre 2013  (Novi Sad/Serbien) war neben der Musik von der anderen Seite ein Pantomime Theaterstück mit dem körperlich deutlich dargestellten unmoralischen Flirt mit Handgriff an der Bartheke und unter der Decke, obwohl Ellen White in den Zeugnissen schrieb, dass Gott jegliches Theater sowohl in der Kirche als auch außerhalb ausdrücklich verbietet. 

Aber selbst bei so klarer Wahrheit kommen wieder die „Argumente“, dass Ellen White ihre Enkelin gelobt hatte, als sie einen einfachen Kinderauftritt in der Kirche hatte! Als ob das ein verdorbenes Theaterstück gewesen wäre! Wenn jemand lange genug im Abfall bleibt, verhärtet sich sein Herz dermaßen, dass er in der Bibel die Rechtfertigung für alles findet, obwohl die Wahrheit klar ist! Auf diesem Kongress wurde auch Jay Z abgespielt, der deklariert Satan anbetet, und in den Pausen gab es die „lockere“ Atmosphäre mit Tanzmusik, als definitive Erfüllung des Prophezeiten. 

Viele wahre Kinder Gottes, die sich dort mit ehrlichen Vorhaben befanden, haben überhaupt nichts wahrgenommen, da durch die Anwesenheit vieler böser Engel auf deren Territorium auch den Wahrheitsträgern die Augen benebelt werden. Ellen White hat inspiriert ausdrücklich betont, dass wir solche Versammlungen nicht besuchen dürfen, da wir dort sicherlich fallen werden, weil Gott uns nicht dorthin gesandt hat, wie Elia zu den Priestern Baals. 

Sehr gefährlich ist auch ein direktes Gespräch mit den Spiritisten. Es gab z.B. einen großen Prediger, der nach dem Versuch ein Zeugnis der Wahrheit abzugeben selber ein Spiritist wurde. Und dass dieses babylonische Treffen offiziell von Laodizea organisiert wurde, bedeutet nicht, dass es richtig und geistlich autorisiert war, und wie wir sehen konnten, wurde dort nur die andere Seite gelobt. Deshalb ist der einzige Weg eines wahren Adventisten sofort solche Versammlung zu verlassen. Hätten die Glieder früher rechtzeitig reagiert, wäre es nie zur so explosiven Manifestation des Abfalls gekommen.

Jeder Gang auf das Territorium der anderen Seite öffnet direkt dem Feind die Tür, selbst das Ansehen der Filme oder das Hören der Musik dieser Welt, dazu gehört auch die infiltrierte Pop Beat Musik in der Kirche! Diese hat auch der Diener Satans, Elvis Presley, mit der Gospel Musik im synkopalen Rhythmus gebracht, auf dem heutige Musik selbst in der milden Form des Pop basiert. 

So kann man auch verstehen, warum es in den USA „Adventgemeinden“ gibt, in welchen eine große Anzahl Jugendlicher im Dunklen mit Nebel und Diskoleuchten während dem „Gottesdienst“ tanzt. Und niemand von der Führung sagt überhaupt ein Wort dagegen. Dieser Abfall wird noch durch das sogenannte Spiritual Formation „Gebet“ verstärkt, wo man während diesem „Gebet zu Gott“ eine halbe bis paar Minuten die Gedanken „beruhigt“, damit wir dadurch Jesus „visualisieren“ und die Stimme des „heiligen Geistes“ hören könnten. Eigentlich exakt so, wie der Gründer der Jesuiten Ignatius Layola, selber Spiritist, es zum „Wohle“ der Menschheit ausgearbeitet hat. 

Das ist eigentlich eine gut maskierte mystische New Age Manifestation, die dem Feind vollständig die Türe unseres Geistes für eine Besessenheit öffnet. Ellen White schrieb, dass wir in dem Moment, wenn wir unsere Gedanken entfernen, Satan einen direkten Zugang zu unserem Verstand öffnen. Aus diesem Grund beinhalten die heidnischen fernöstlichen Religionen nicht zufällig die Meditation. Dieses hilft uns auch wahrzunehmen, wessen Stimme man bei einem solchen „Gebet“ hört. Man hört nicht den heiligen Geist, sondern die gefallenen Engel selber stecken dahinter.

Als die Krone solcher Angriffe auf die Kirche Gottes kommt die sogenannte NLP Methode  = ´Neuro Linguistic Programming´, welche durch die höchsten Reihen unserer Kirche eingebracht wurde. NLP ist auch vom Jesuitengründer Ignatio Layola entwickelt, und dient zur Manipulation der Menschen. Die Jesuiten sind sogar offen auf diese Tatsache stolz. Und offensichtlich wir auch, da wir auch deren Methoden einsetzen, bzw. „dezent“ integrierte Jesuiten und Freimaurer in unseren Leitungsstrukturen…. 

Diese Methode wurde offiziell erst in den Siebzigern „neu“ entdeckt, als ein Mittel der „Ermutigung und Führung“ der Menschen in die gewünschte „positive“ Richtung. NLP gehört sogar offiziell zur Hypnose und befindet sich auch in den Lehrbüchern der Hypnose. Übrigens haben die Anthroposophen, die den Luzifer anbeten, die „moderne“ Hypnose entwickelt, als ein Teilbereich des Mesmerismus und diese in die heutige Gesellschaft gebracht worden. Ellen White hat ausdrücklich gewarnt, dass der Mesmerismus eine der gefährlichsten Techniken der Schlange ist. In der Welt und unserer Kirche wird NLP als „gute und angenehme“ Therapie im Gespräch zu Zweit beschrieben.

Man verteidigt sie mit der Behauptung, dass der „Teil“ von NLP, den die Adventisten verwenden, nicht hypnotisch sondern „richtig“ sei. Dieses haben wir bereits auf dem anderen Feld gehört wo man sagt, dass die „adventistische“ Dreieinigkeit „richtig“ sei und „nichts“ mit der katholischen gemeinsam habe. Der Logik nach könnten wir auch den „guten“ Bereich des Spiritismus verwenden, bei dem keine Geister gerufen werden. Aber Spiritismus ist Spiritismus, NLP ist NLP! Entweder dienen wir Gott oder Satan. Eine Mitte existiert nicht.

Bei einem Gebiet, das inoffiziell auf NLP basiert, wird die Therapie zu Zweit auf eine ganze Gruppe oder das Publikum ausgeweitet, und man kann dabei folgendes beobachten: der Redner oder Sänger spricht das Publikum an, wobei er eine Phrase mehrmals immer lauter wiederholt (bereits 1-2 mal schwächt den Verstand), und oft das Publikum aufruft, mit ihm diese Worte oder Noten zu wiederholen. 

Er kann z.B. dazu die Phrasen wie „gesegneten Sabbat“ verwenden. Während dieser hypnotischen Rede bewegt er sich meistens mit weiten Abständen langsam von links nach rechts und von rechts nach links, mit ähnlichen hypnotischen Effekten wie beim Pendel, so dass sich diese Wiederholung und Pendelsimulation gegenseitig verstärken. 

Wenn wir uns etwas besser umschauen würden, würden wir feststellen, dass dieses eine verbreitete Methode geworden ist, besonders in den adventistischen Kreisen der USA. Als zusätzliches Mittel wird noch die Beat Musik eingesetzt, die die NLP Wirkung verstärkt. Was dazu oft in der Predigt kommt, ist eine ständige ausgeprägte Oszillation der Stärke der Stimme mit oft abwechselnden leisen und lauten Worten, die in solcher Form in unser Gehirn wie ein Messer einstechen. 

Die Kreise, welche die Macht in der Kirche an sich gerissen haben, bilden die jungen und verblendeten Prediger aus, diese Methoden einzusetzen, mit dem verführenden Argument, dass man damit erreiche, ein lange konzentriertes Publikum zu haben, das die Wahrheit besser aufnimmt. Die jungen NLP „Evangelisten“ haben wirklich deutlich bessere Erfolge als unsere „veralteten“ Prediger. Diese Methode schwächt massiv die Kraft unseres Willens und führt dazu, dass alles was wir gehört haben, automatisch und ohne Filter im Kleinhirn als „Wahrheit“ abgelegt wird, ähnlich wie bei der älteren Methode mit verstecktem Backward Masking in der Musik. 

Die stärkste NLP Form wird bei den Musikkonzerten eingesetzt, wo das Publikum gerufen wird, eine Phrase oder Antwort auf die gestellte Frage mehrmals und immer lauter zu wiederholen, wodurch das Publikum hypnotisch zu den emotionalen Fluktuationen und die Annahme von allem geführt wird. 

Sollen wir bei unseren Predigten und Konzerten, selbst wenn darin nur die Wahrheit wäre, die Methode der anderen Seite verwenden, damit wir „stark“ das Evangelium „predigen“? Diese Art der Hypnose öffnet die Tür den gefallenen Engeln. Was passiert bei einer Predigt, die auch falsche Lehren enthält? Dann werden auch diese ohne Nachdenken angenommen!

Und genau die Gemeinden, wo solche Methoden eingesetzt werden, bekommen ein explosives Wachstum, was als „Beweis“ des Guten verwendet wird. So könnten auch die Charismatiker beweisen, dass sie die „Wahrheit“ lehren, da so viele junge Menschen ständig in die Gemeinde kommen. Aber wäre es anders, dann wäre die Prophezeiung Jesu über die letzten Tage nicht erfüllt.

Veränderte Liedertexte und Dreieinigkeit – Christa Gurtner

Die folgende Gegendarstellung basiert auf Originalausgaben von STA-Gesangbüchern. 

Dies betrifft vor allem amerikanische STA-Gesangbücher, herausgegeben in den Jahren 1887, 1908, 1941 und 1985 – und deutsche Zionsliederbücher aus den Jahren 1893, 1907, 1925 und 1935, sowie 1964/1998 von der STA-Reformgemeinde.

Besonders aufschlussreich sind die jeweiligen Vorworte in adventistischen Gesangbüchern. Eindeutig und unmissverständlich erklärten die Herausgeber, weshalb sie im Jahr 1887/1893 – und andererseits im Jahr 1935/1985 erneut – bestimmte Liedtexte veränderten. Verschiedene STA- Generationen hinterließen mit den von ihnen veränderten Liedtexten fälschungssichere Dokumente, mit denen sie gleichzeitig ihr jeweils verändertes Glaubensbekenntnis bezeugen. 

In seiner Dissertation Glaube im Wandel bestätigt Dr. Rolf Pöhler sowohl die Veränderung in der adventistischen Theologie und die gleichzeitig vorgenommene Veränderung bestimmter Liedtexte in adventistischen Gesangbüchern. Bei seinen Nachforschungen zum Thema Trinität im Wandel adventistischer Glaubenslehre stellte er fest: 

„Adventisten… haben nicht immer die traditionelle christliche Lehre von der Trinität, die von der katholischen, den orthodoxen und den meisten protestantischen Kirchen vertreten wird, akzeptiert bzw. * verstanden“. Meine Anmerkung: Dass die Adventpioniere, die zuvor – bis auf einige Ausnahmen – Mitglieder der oben genannten Kirchen waren, den Ursprung und die verheerenden Folgen der unbiblischen Trinitätslehre sehr wohl verstanden und sie deshalb generell ablehnten, beweist Dr. Rolf Pöhler anhand zahlreicher Quellenangaben auf einer halben DIN-A4 Seite.) Er schreibt weiter, dass damals „die Trinitätslehre generell abgelehnt und mit Nachdruck von praktisch allen adventistischen Autoren als unhaltbar, unbiblisch, vernunftwidrig und dem gesunden Menschenverstand widersprechend, unglaubwürdig und unverständlich, widersprüchlich, absurd, lächerlich, päpstlich, heidnisch oder einfach antichristlich bekämpft wurde. Offensichtlich meldete sich keine einzige Stimme zu Wort – Ellen White eingeschlossen – die dieser negativen Einschätzung widersprochen hätte. Sogar das adventistische Gesangbuch zeigt die geschlossene Zurückweisung der Trinität durch die Adventgemeinde.

Besonders bemerkenswert an den Ausführungen Dr. Pöhlers ist das anschließende Zitat aus „Mutual Obligation“, vom 13. Juni 1871 im R&H, wo James White unmissverständlich erklärt, „dass die Visionen seiner Frau nicht mit dem Bekenntnis der Trinitarier übereinstimmen.“ (Anlage 1, leicht gekürzt)) 

Als ich bei Dr. Pöhler anfragte, ob er bei den umfassenden Nachforschungen für seine Doktorarbeit in adventistischen Archiven vielleicht auch herausgefunden hätte, ob Ellen White jemals eine Vision von Gott erhielt, die mit dem Bekenntnis der Trinitarier übereinstimmt, reagierte er sehr ungehalten und forderte mich auf, doch selbst nach Amerika zu fahren und beim White – Estate nachzusehen. 

Obwohl Dr. Pöhler meine Frage nicht beantwortete, erübrigte sich diese Reise inzwischen. Denn im Vorwort des amerikanischen SDA – Gesangbuches „Hymn and Tune“, dass 1886 in Battle Creek erarbeitet und im Jahr 1887 von der „Generalconference Association of the Seventh Day Adventists“ herausgegeben wurde – bekam ich eine Antwort auf meine Frage. Hier nennen die Pioniere der von Gott ins Leben gerufenen Adventbewegung den Grund für die Veränderung einiger Passagen in den Texten der allgemein gebräuchlichen Kirchenlieder: Weil die vorherrschende Theologie – und demzufolge auch die von dieser Theologie beeinflussten Lieder – „heidnische und päpstliche Irrtümer“ enthielten! 

Anhand von Vorworten und Liedtexten – dokumentiert durch Originalausgaben der adventistischen Gesangbücher – lässt sich der Glaube der STA unverfälscht zurückverfolgen. Hier hat Winfried Stolpmann vollkommen recht, wenn er in seinem Artikel feststellt: 

„Geistliche Lieder sind gesungene Glaubensbekenntnisse“ – heute genauso wie damals! 

Ändert man Glaubensbekenntnisse, müssen gleichzeitig geistliche Lieder verändert werden, damit sich durch ständiges Wiederholen der entsprechenden neuen Liedtexte das neue Glaubensbekenntnis im Laufe der Jahre immer besser einprägt. Dies betrifft vor allem das von der katholischen Kirche eingeführte Trinitätsdogma.

Bevor die Adventbewegung entstand, lobten und priesen viele Dichter in ihren Liedern den „dreieinigen“ bzw. „dreieinen“ Gott, obwohl dieser Gott in der Bibel niemals erwähnt wird. Dazu als Beispiel das auch in deutscher Übersetzung bekannte und noch heute sehr beliebte Lied „Holy, Holy, Holy“ des Liederdichters Reginald Heber aus dem Jahr 1826. Im englischen Originaltext preist R. Heber zweimal – in der ersten und vierten Strophe – die „gesegnete Trinität“, „Gott in drei Personen“.

Bekanntlich existierte im Jahr 1826 noch keine Adventbewegung, welche die Trinität strikt ablehnte. Bevor die Adventpioniere im Jahr 1887 ihre eigenen Gesangbücher druckten, dichteten sie aber den Text des Liedes mit der Nummer 99 „Holy, Holy, Holy“ in der ersten Strophe gemäß der biblisch nachweisbaren Lehre um. Sie priesen weder die „Trinität“, noch „Gott in drei Personen“, sondern sangen stattdessen: „Gott über allem, der in Ewigkeit regiert“.

Die vierte Strophe – in der Reginald Heber in seinem Lied nochmals die „gesegnete Trinität“ sowie „Gott in drei Personen“ verehrte, ließen damalige Adventisten komplett weg. Deshalb enthält das Lied „Holy, Holy, Holy“ in adventistischen Gesangbüchern aus der Zeit von 1887 bis 1984 – also fast 100 Jahre lang – nur drei Strophen.

Im Jahr 1908 erschien erneut ein adventistisches Gesangbuch mit dem Titel „Christ in Song“- von der Generalkonferenz der SDA herausgegeben und gedruckt bei Review and Herald Publishing Assn., Washington DC.

Im Lied „Holy, Holy, Holy“ (Nr. 327) – das zu Ellen Whites Lebzeiten gesungen wurde – heißt es – wie im SDA- Gesangbuch seit 1887 – am Ende der ersten Strophe noch immer: 

Gott über allem, der in Ewigkeit regiert.“

In einer weiteren Auflage des Gesangbuches, welche die Generalkonferenz der SDA im Jahr 1941 in Amerika herausgab, enthält das Lied „Holy, Holy, Holy“ – ebenso wie im Jahr 1887 – nur drei Strophen. Siebenten- Tags- Adventisten sangen weder von einer Trinität noch von „Gott in drei Personen“, sondern noch immer: 

Gott über allem, der in Ewigkeit regiert.“ 

Dass die verantwortlichen STA – trotz mancherlei anderer Bestrebungen – nicht den alten, ursprünglich trinitarischen Originaltext von R. Heber drucken ließen, war möglicherweise dem aufrüttelnden offenen Brief des pensionierten Predigers J.S. Washburn zu verdanken, den er im Jahr 1939/40 schrieb. Darin warnt er vor den dramatischen Folgen eines Glaubensabfalls, der unweigerlich erfolgt, wenn STA das aus dem Heidentum stammende Trinitätsdogma – die zentrale Wurzel aller Lehren des römischen Katholizismus annehmen. Bereits vor 80 Jahren stellte er fest: 

„Gegenwärtig ist diese abscheuliche Lehre auf dem Wege, sich heimlich in die Lehren der Dreiengelsbotschaften einzuschleichen. Diese Lehre ist sowohl der Bibel, als auch den Aussagen des Geistes der Weissagung vollkommen fremd. Nichts dergleichen ist von Gott offenbart worden.“

Offensichtlich gab es zu jener Zeit noch einige verantwortungsbewusste STA in führenden Positionen, die sich an diesen eindrucksvollen Brief von J.S. Washburn erinnerten. Denn in der Neuauflage des adventistischen Gesangbuches im Jahr 1941 ließen sie den Text des Liedes „Holy, Holy, Holy“ (Nr. 73) unverändert nicht-trinitarisch drucken, genauso wie seit dem Jahr 1887. 

Gott über allem, der in Ewigkeit regiert.“ 

Doch 34 Jahre später war die STA- Führung offenbar der Meinung, dass die meisten STA den aufrüttelnden und warnenden Brief des Predigers J.S. Washburn inzwischen wohl vergessen hätten. Ansonsten wäre niemals ein von Olai J. Hitman im Jahr 1975 neu verfasstes Lied zusätzlich als Extra-Seite in das 1941er Gesangbuch eingefügt worden. 

Das Lied mit der Nummer 1 im amerikanischen Gesangbuch von 1941, das auch im deutschen Zionsliederbuch bis zum Jahr 1925 unter der Nummer 1 zu finden ist, lautet: 

„Beugt vor Jehovas hehrem Thron Beugt euch, ihr Völker nah und fern Nur ER ist Gott; in seinem Sohn Erkennet Ihn und dient IHM gern.“

Im englischen Text des von Isaak Watts gedichteten Liedes heißt es im amerikanischen SDA- Gesangbuch in der ersten Strophe unter anderem: „… The Lord is God alone…“

Selbst wer nicht Englisch sprechen kann, versteht sicher, dass der Dichter Isaak Watts glaubte: Jehova (Jahweh), der Herr, „ist Gott allein“. In das im Jahr 1941 gedruckte SDA –Gesangbuch klebte man jedoch im Jahr 1975 eine zusätzliche Seite mit einem neuen Lied ein vor das Lied mit der Nummer 1. 

Das Lied, von Olai J. Hitman, das man in das amerikanische SDA – Gesangbuch von 1941 einfach auf die linke Seite (also gegenüber) vor das Lied mit der Nummer 1 einklebte, erhielt sogar eine Extra-Nummer: Nämlich die Nummer 0 (Null!) Der Gegensatz zwischen dem Lied mit der Nummer 1 „The Lord is God alone“ und dem Lied mit der Nummer 0 könnte nicht brisanter sein. Während im Lied mit der Nummer 1 bezeugt wird, dass Jehova (Jahweh), der Herr, allein Gott ist, lautet der Titel des ominösen Liedes mit der Nummer 0 (Null!): „The Trinity“!

Mit dem wiederholten Singen des neuen „Trinity“-Liedes seit dem Jahr 1975 sollten offensichtlich alle amerikanischen SDA auf die während dieser Zeit bereits in Planung befindlichen neuen trinitarischen Glaubenslehren der STA vorbereitet werden, die fünf Jahre später – im Jahr 1980 – von der Generalkonferenz veröffentlicht wurden. 

Wie aus den Glaubenspunkten von 1872 ersichtlich ist, glaubten STA einst an EINEN einzigen Gott, der durch seinen Geist wirkt (Punkt 1) und an den Sohn des ewigen Vaters (Punkt 2) – aber nicht an einen dreieinigen Gott oder drei Personen der Gottheit! Aber sie warnten eindringlich vor dem Einfluss des Papsttums (Punkt 13).

Nachdem jedoch die Generalkonferenz in Dallas im Jahr 1980 die „27 Glaubenslehren“ beschloss, glauben STA – gemeinsam mit Katholiken und evangelischen Christen – an die Dreieinigkeit (Punkt 2), an Gott den Sohn (Punkt 4) und an den Gott Heiliger Geist (Punkt 5). Ist es deshalb verwunderlich, dass im Jahr 1980 das Papsttum nicht mehr erwähnt wird?

Sicherlich hatten einige aufmerksame STA im Jahr 1980 den Widerspruch zu den von der Generalkonferenz beschlossenen Glaubenslehren bemerkt, als sie aus ihren im Jahr 1941 gedruckten Gesangbüchern die von den Pionieren der Adventbewegung bewusst geänderten Liedtexte sangen. Infolgedessen mussten auch die von den Adventpionieren veränderten Liedtexte erneut in ihre ursprünglich trinitarische Version geändert werden, weil sie ansonsten nicht mit dem neuen STA- Glaubensbekenntnis übereinstimmten. 

Die einst von den Pionieren der Adventbewegung umgedichtete nicht – trinitarische Version des Liedes Holy, Holy, Holy „Gott über allem, der die Ewigkeit regiert“ widersprach nun mehreren der 27 neuen Glaubenspunkte einer neuen STA-Generation. 

Damit die von der Generalkonferenz offiziell beschlossenen trinitarischen Glaubenslehren allen STA in Fleisch und Blut übergehen, wurden – 70 Jahre nach Ellen Whites Tod! – in den USA altkirchliche trinitarische Liedtexte in das aktuelle neue SDA-Gesangbuch übernommen. Um die neuen trinitarischen Glaubenspunkte allen STA noch intensiver einzuprägen, gab die Generalkonferenz im Jahr 1985 ein neu gedrucktes Gesangbuch heraus. 

Darin wurde z.B. die seit dem Jahr 1887 gesungene Version des Liedes „Holy, holy, holy“ teilweise ausgemerzt und stattdessen erneut die ursprünglich trinitarische Textversion – einschließlich der vierten Strophe – des nicht – adventistischen Dichters R. Heber eingefügt. Das heißt: Sowohl in den Glaubenslehren, (Punkte 2, 4, und 5) als auch in den Liedtexten fand in den Jahren 1980/1985 die Rückkehr der STA zur Trinitätslehre statt, welche einst alle Adventpioniere als heidnisch, antichristlich, katholisch und unbiblisch ablehnten. 

Seit 1980/1985 stimmen sowohl das Glaubensbekenntnis der STA, als auch ihre Gesangbücher wieder mit Lehren und Liedern der katholischen und den evangelischen Kirchen überein. Infolgedessen werden seitdem viele Bibeltexte, die eine Trinität bzw. einen „dreieinigen Gott“ ausschließen bzw. widerlegen, wie z.B. 5. Mo. 5,7-11; 5. Mo. 6,13-15; Matth. 16,16.17; Mark. 12,29.32; Joh. 3,16; 14,18.23; 17,3.17-26; 1. Kor. 8,4b-6; 1. Kor. 11,3c; Gal. 4,4-6; 1.Tim. 2,4-6; 1.Joh. 1,1-4; 2,18-26 oder der von den Aposteln am Anfang ihrer Briefe verwendete nicht – trinitarische Gruß: „Gnade und Friede von Gott, unserem Vater und dem Herrn Jesus Christus“ entweder anders interpretiert oder sogar ignoriert.

Wie zutreffend stellte Winfried Stolpmann fest: „Geistliche Lieder sind gesungene Glaubensbekenntnisse.“

Wer immer noch an den trinitarischen Veränderungen in der Lehre der STA zweifelt, hat die Gelegenheit, im Anhang die alten amerikanischen Gesangbücher aus den Jahren 1887, sowie 1908 bis 1941 mit der neuen Ausgabe aus dem Jahr 1985 vergleichen. 

Im neuen Gesangbuch von 1985 blieb nur die alte Lied-Nummer 73 unverändert wie im alten Gesangbuch vom Jahr 1941. Aber der Text des Liedes „Holy, holy, holy“ ist nicht mehr derselbe, wie er von STA fast 100 Jahre lang gesungen wurde! Natürlich enthält dieses Lied seit 1985 nicht mehr nur drei – sondern wieder vier Strophen – genauso wie in der Originalversion des Nicht – STA Reginald Heber. Zweimal, sowohl in der ersten als auch in der vierten Strophe des Liedes „Holy, holy, holy“, loben und preisen STA seit 1985 – gemeinsam mit allen anderen Christen seit dem Jahr 1826 – die „gesegnete Trinität – Gott in drei Personen“.

Ebenso wie einst das Volk Israel nach dem Tod der Ältesten anderen Göttern nachfolgte, verehren heutige STA einen anderen Gott als die Pioniere der Adventbewegung! In Richter 2,7.10.12, (Jerusalemer Bibel) heißt es zutreffend: 

„Das Volk diente Jahwe, solange Josua am Leben war und solange die Ältesten am Leben waren… da folgte ihnen ein anderes Geschlecht, das Jahwe nicht kannte… sie verließen Jahwe, den Gott ihrer Väter… und folgten anderen Göttern, aus denen der Völker rings herum.“ 

Als keiner der Adventpioniere mehr lebte, sind STA (- inoffiziell bereits seit dem Jahr 1931!) offiziell seit der Generalkonferenz in Dallas im Jahr 1980 mit den Punkten 2,4 und 5 in ihren damals noch 27 Glaubenslehren zum katholischen Trinitätsdogma zurückgekehrt.

Liedtexte in adventistischen Gesangbüchern – besonders die Erklärungen im jeweiligen Vorwort – sind nachprüfbare Zeitdokumente, aus denen für die nachfolgenden Generationen ersichtlich ist, welchem Gott die STA damals dienten und welchem Gott sie heute dienen. Ohne auf die veränderten Texte zu achten oder darüber nachzudenken, singen wohl die meisten STA immer und immer wieder altkirchliche trinitarische Liedtexte, womit ihnen das 1600 Jahre alte trinitarische Gottesbild der Römisch-Katholischen Kirche eingeprägt wird. 

Wie W. Stolpmann ganz richtig erkannte:

Geistliche Lieder sind gesungene Glaubensbekenntnisse.“ 

Denn geistliche Lieder bezeugen nicht nur den Glauben des Dichters und der jeweiligen Herausgeber bzw. der Kirchenleitung, sondern sind vor allem auch klare und eindeutige Beweise der Veränderungen, welche die heutige Generation weder mit Gegenargumenten wegdiskutieren, noch nach Belieben interpretieren oder gar leugnen kann. Viele Christen – leider auch STA – denken offensichtlich nicht mehr darüber nach, ob ihr gesungenes (neues) Glaubensbekenntnis mit der Heiligen Schrift übereinstimmt. 

In der Heiligen Schrift wird bezeugt, dass es einen Thron für den Vater und seinen Sohn gibt. Eine „dritte Person der Gottheit“ hat jedoch keinen Thron im Himmel! Deshalb lehnten es die Pioniere der Adventbewegung einmütig ab, einer „dreieinigen“ Gott zu loben oder von einem „Gott in drei Personen“ auf dem himmlischen Thron zu singen, weil dieser Gott nirgends – weder in der Offenbarung, dem letzten Buch der Heiligen Schrift – noch an irgendeiner anderen Stelle der Bibel zu finden ist.

Damalige STA verkündeten das ewige Evangelium und die Dreiengelsbotschaften gemäß Offb. 14,1-12. Sie wussten, dass JAHWEH – der alleinige Gott der Bibel – in seinen Geboten davor warnt, andere Götter neben IHM zu verehren und anzubeten. (2. Mo. 20,1-7)

Die STA-Freikirche verkündet jedoch seit den Jahren 1980/1985 in Wort, Schrift und Liedtexten das katholische Trinitätsdogma – drei Personen der Gottheit – wie alle anderen Kirchen seit dem 4. Jahrhundert – jedoch kaum noch die Dreiengelsbotschaft. Wie einst das auserwählte Volk von Jahweh abfiel und fremden Göttern nachfolgte, verließ das Adventvolk innerhalb von 120 Jahren den allein wahren Gott, dem einst ihre Glaubensväter (und – mütter) dienten – und kehrten zurück zu den drei Personen der Gottheit, zur Trinität, der zentralen Lehre der Römisch-Katholischen Kirche. 

Nun noch ein Vergleich von Liedtexten in deutschsprachigen evangelischen, katholischen und adventistischen Gesangbüchern. 

Als markantestes Beispiel wäre in diesem Zusammenhang das Lied „Nun danket alle Gott“ zu nennen, das der Liederdichter Martin Rinckart im Jahr 1636 verfasste. Im evangelisch-lutherischen Gesangbuch lautet die dritte Strophe dieses Liedes:

Lob, Ehr und Preis sei Gott, dem Vater und dem Sohne, und dem der beiden gleich, im höchsten Himmelsthrone, dem dreieinigen Gott…“ 

Anmerkung: Im 17. Jahrhundert, als Martin Rinkhardt lebte, gab es überwiegend Katholiken und evangelisch-protestantische Christen. Es existierten jedoch weder Adventpioniere noch Reformadventisten, die der trinitarischen Aussage in der dritten Strophe des Liedes widersprochen hätten! 

Noch eindeutiger hat man im katholischen Gesangbuch den Text des Liedes „Nun danket alle Gott“ gemäß katholischer Lehre formuliert. In diesem Lied preisen Katholiken in der dritten Strophe – außer dem Vater und dem Sohn – auch „Gott den Heiligen Geist – den dreieinen Gott“ im höchsten Himmelsthrone. 

Zur Kenntnisnahme für W. Stolpmann:

Nicht nur im adventistischen, sondern auch im katholischen Gesangbuch wurde Martin Rinckarts ursprüngliche Textversion gemäß ihrer Glaubenslehre verändert; denn Katholiken verehren bereits seit 1600 Jahren „Gott den Heiligen Geist – den dreieinen Gott“.

Die Pioniere der Adventbewegung hingegen legten großen Wert darauf, dass sie weder in ihrem Schrifttum noch mit ihren Liedern unbiblische Irrtümer verbreiten. Damalige STA glaubten und verkündeten die Botschaft genauso, wie sie in der Bibel geschrieben steht – denn dazu war die Adventbewegung von Gott berufen worden. 

Ebenso wie amerikanische SDA erklärten deutsche STA Ende des 19 Jahrhunderts im Vorwort ihrer Gesangbücher die genauen Gründe, weshalb sie einige Passagen aus allgemein bekannten und beliebten geistlichen Liedern änderten. Denn nicht nur Winfried Stolpmann, sondern auch unsere Adventpioniere wussten: „Geistliche Lieder sind gesungene Glaubensbekenntnisse.“ 

Im vom Adventverlag herausgegebenen Gesangbuch der STA, das damals „Zionsliederbuch“ genannt wurde, steht im Vorwort vom Jahr 1893 geschrieben:

„Die heutigen in den geistlichen Liedern des Christentum zutage tretenden Glaubenslehren sind in der einen oder anderen Hinsicht noch immer durch heidnische oder andere Irrtümer (laut amerikanischem Original von 1887: „päpstliche Irrtümer“) stark gefärbt. Um diese aus sonst guten und gediegenen Liedern auszumerzen, war es in manchen Fällen notwendig, den Wortlaut und hier und da sogar den ganzen Versbau umzugestalten. … (verfasst in) Battle Creek, im Oktober 1893“

Wie im Jahr 1893 wurde auch im Zionsliederbuch von 1907 in dem von unseren Adventpionieren veränderten Lied des Dichters Martin Rinckhart „Nun danket alle Gott“ (Nr. 15) in der dritten Strophe nicht vom dreieinigen Gott gesungen, sondern allein der Vater und sein Sohn gelobt und gepriesen. Damalige Adventisten studierten die Heilige Schrift und wussten aufgrund ihres Bibelstudiums: Niemand im Himmel gleicht dem Vater und seinem Sohn. Deshalb formulierten sie den Text, der aus dem 17. Jh. stammt, als Frage: 

„…wer wäre ihnen gleich im höchsten Himmelsthrone?“.

Gemäß 5. Mose 6,4; Joh. 17,3; 7,28 lobten sie mit ihren Liedern den „ wahren Gott, wie er von Anfang war…“

Im Jahr 1917 – zwei Jahre nach Ellen Whites Tod! – druckte Pacific Press Association (USA) ein neues deutsches Gesangbuch. Darin nahm man verschiedene Änderungen vor. Das Lied „Nun danket alle Gott“ – bisher Nr. 15 – ist nun unter Nummer 20 zu finden. Im Lied Nummer 20 heißt es in der 5. Zeile der dritten Strophe vom Vater und vom Sohn: „…Sie sind der wahre Gott“ 

Mit der veränderten Formulierung: „Sie sind der wahre Gott“ meinte man offenbar zwei wahre Personen der Gottheit, bzw. einen „zwei“-einigen Gott. Dies widerspricht der gesamten Bibel, besonders aber der Aussage des Sohnes Gottes. Denn in seinem hohepriesterlichen Gebet (Joh.17,3) sagt der Sohn Gottes zu seinem Vater: „Der Du allein wahrer Gott bist“. 

Und der Vater sandte keine „zweite Person der Gottheit“ – sondern seinen eingeborenen Sohn in diese Welt. (Joh.3,16)

Nachdem der Sohn Gottes starb und die Menschheit durch seinen Tod erlöste, wurde er von seinem Vater auferweckt (Gal. 1,1b). Denn Gottes Sohn war kein unsterblicher Gott, der aus eigener Kraft von den Toten auferstand. Als der Messias, der Sohn Gottes, zu seinem Vater zurückgekehrt war, sandte der Vater nicht etwa eine „dritte Person der Gottheit“, sondern den Geist seines Sohnes in unsere Herzen. (Gal.4,4-6) 

Alle von Jahweh berufenen Propheten und Apostel wussten, was der Apostel Paulus eindeutig bezeugt: 

„…so wissen wir… es gibt in der Welt keinen Gott als den EINEN…wie es ja viele Götter und viele Herren gibt, so haben wir doch nur EINEN Gott, den Vater, von dem alle Dinge sind, und wir zu ihm; und einen Herrn Jesus Christus, durch den alle Dinge sind und wir durch ihn.“ (1.Kor.8, 4b-6) 

Denn es ist ein Gott und ein Mittler zwischen Gott und den Menschen, nämlich der Mensch Christus Jesus, der sich selbst gegeben hat für alle zur Erlösung.“ (1. Tim. 2,4-6a)

Man könnte fast annehmen, dass den STA, die für die Rückkehr zum alten trinitarischen Wortlaut der Lieder verantwortlich sind, die oben genannten Bibeltexte unbekannt waren. Wie sich bald zeigen wird, wollten sie offenbar nur ein bestimmtes Ziel erreichen. Während im Jahr 1917 der allein wahre Gott bereits zur Zwei-Einigkeit „erweitert“ worden war, kehrte man 3 Jahre später in der 1920er Ausgabe des Zionsliederbuches letztendlich zum trinitarischen Wortlaut aus dem 17. Jahrhundert zurück. Als im Jahr 1920 vom gleichen adventistischen Verlag – Pacific Press Association in Cristobal (USA) eine neue Auflage des deutschen Zionsliederbuches gedruckt wurde, heißt es im Lied Nr. 20 in der dritten Strophe, dass außer dem Vater und dem Sohn noch eine – in der Bibel nicht erwähnte – „dritte Person“ den beiden gleicht. 

Wer allerdings die in Amerika gedruckten deutschen Zionsliederbücher etwas näher betrachtet, wird mehrere Ungereimtheiten entdecken, die auf eine Fälschung hindeuten. Nachdem man als erstes bemerkte, dass das Lied „Nun danket alle Gott“, welches viele Jahre unter Nummer 15 zu finden war, seit 1917/1920 nun unter der Nummer 20 zu finden ist, fällt sofort der mit weniger Druckerschwärze durchgeführte Schwachdruck auf.

Leider – oder glücklicherweise! – standen den Fälschern offensichtlich nicht dieselbe Art und Größe der Buchstaben (Lettern) zur Verfügung wie im Jahr 1893. Deshalb unterscheidet sich das Schriftbild des Liedes Nr. 20 von allen anderen Liedern im Gesangbuch. Was aber noch mehr stutzig macht: Die trinitarische Textversion ist schief und neigt sich komplett ca. 2 mm nach rechts unten. Diese optische Schieflage des gesamten Liedes mit der Nummer 20 ist ein nicht zu leugnendes Indiz dafür, dass es sich nicht um die Originalversion handelt, sondern um eine nachträgliche Manipulation. Das erkennt man sogar ohne Lupe!

Der sogenannte „dreieinige Gott“, den die Adventpioniere aus ihren Gesangbüchern verbannten, taucht demnach bereits fünf Jahre nach Ellen Whites Tod erneut in deutschen Zionsliederbüchern auf, die bemerkenswerterweise nicht im deutschen Adventverlag, sondern in Amerika gedruckt wurden!

Anmerkung für W. Stolpmann, betr. „gefälschte Liedtexte durch die Reform – STA“: Anfänglich hatte die STA – Reformgemeinde noch kein eigenes deutsches Gesangbuch gedruckt, sondern verwendete das Zionsliederbuch, das in den Jahren 1917 und 1920 in den USA von Pacific Press Association gedruckt und im Jahr 1964 nochmals aufgelegt wurde. Den frühen Adventisten war bewusst, welchen Einfluss Musik und Gesang ausüben und durch ständiges Wiederholen den Glauben prägen. Deshalb entfernten sie „heidnische und päpstliche Irrtümer“ z.B. die Trinität, aus einigen Texten allgemein bekannter Kirchenlieder und dichteten sie gemäß biblischem Maßstab um.

Nur fünf Jahre nach Ellen Whites Tod wurden diese von unserer Glaubensvätern und – müttern einstimmig beschlossene Entfernung trinitarischer Aussagen in Liedtexten von einer neuen STA-Generation wieder rückgängig gemacht. Seitdem prägen die einst von den Adventpionieren nachdrücklich abgelehnten trinitarischen Liedtexte das trinitarische Gottesverständnis der STA. Denn geistliche Lieder sind gesungene Glaubensbekenntnisse! Nachweislich bis zum Jahr 1925 wurde jedoch der nicht – trinitarische, von deutschen Adventpionieren umgedichtete Text vom deutschen Adventverlag gedruckt und von damaligen deutschen Adventisten gesungen, wie aus dem Zionsliederbuch vom Jahr 1925 ersichtlich ist.

Während die STA – Führung neue Glaubenslehren und neue Gesangbücher vorbereitete, erschien ein bemerkenswerter Artikel in der Predigerzeitschrift Aller Diener. Ahnte oder wusste der Prediger Hermann Kobs – später ein sehr geschätzter Bibellehrer in Friedensau – etwas von den geplanten Veränderungen durch die Gemeinschaftsleitung? Denn im Jahr 1929 – also bereits vor neunzig! Jahren warnte er die STA – Führung (sicher nicht ohne Grund!) eindringlich vor dem „verhängnisvollen Schritt“ und einer „falschen Entscheidung“. Der Titel seines – im Rückblick prophetisch anmutenden Artikels – lautet: 

Am Scheidewege 

„Die Gemeinschaft der S.T. – Adventisten steht heute am Scheidewege. Hie moderne Kirche! Hie urchristliche Gemeinschaft! Wie wird sie sich entscheiden? Die Geschichte lehrt, dass bis jetzt alle Gemeinden den Weg nach Babylon dem Weg nach Jerusalem vorzogen. 

Die Schuld lag weniger bei dem Volk, als vielmehr bei den Führern. Als die Einfachheit der Glaubensüberzeugung von den Leitern und Boten des Volkes Gottes aufgegeben wurde, verlor es die Wegspur nach Zion. Solange Israels Söhne in Prophetenschulen im Worte Gottes unterrichtet wurden, ruhte der Segen auf der Entwicklung des gesamten Volkes. Als aber diese Schulen zu theologischen Anstalten wurden, erstarb das frische Geistesleben…Das Urchristentum stützte sich auf die heiligen Schriften des Alten Bundes und die Worte unseres Herrn und Meisters…Als die griechische Philosophie in der Gemeinde Fuß fasste…verlor sich die Einfachheit des Wortglaubens. Aus diesem Grunde trennten sich die S.T.-Adventisten von der Kirche und kehrten zum bibelgläubigen Standpunkt zurück.

Wenn auch die Kirche geringschätzig über die untheologische Auslegung und Wortverkündigung der bibelfesten Schuster, Schneider und Krämer spöttelte…Heute stehen wir nun wie die Kirchen in der Vergangenheit am Scheidewege, ob wir den Weg demütigen Bibelglaubens weiter pilgern, oder theologisch geschult unter die große Zahl der Weltkirchen treten wollen. 

Hermann Kobs mahnte seine Predigerkollegen nochmals eindringlich: 

„Nur wenn wir kindlich gläubig das Wort Gottes annehmen und es verkündigen, werden wir vor dem verhängnisvollen Schritt einer falschen Entscheidung bewahrt bleiben.“ 

Trotz dieser ernsthaften Warnung traf die STA-Führung Ende der 1920er/Anfang 1930er Jahre die „falsche Entscheidung und ging den verhängnisvollen Schritt“, weil sie nicht mehr als verachtete Sekte gelten, sondern „theologisch geschult unter die große Zahl der Weltkirchen treten wollte“! Offenbar meinte man bereits damals wie auch heute noch.

Von anderen Kirchen als gleichwertig geachtete Partner anerkannt zu werden, sei wichtiger als die Treue gegenüber dem allein wahren Gott Jahweh. Auch wenn die Verantwortlichen versuchen, ihre falsche Entscheidung zu rechtfertigen oder gar biblisch zu begründen, sind STA-Gesangbücher fälschungssichere Dokumente, die den „verhängnisvollen Schritt“ der STA-Führung klar und deutlich zum Ausdruck bringen. 

Aus dem schriftlichen Bekenntnis der Herausgeber im Vorwort der alten Zionsliederbücher in den Jahren 1887/1893 ist ersichtlich, was STA damals glaubten, lehrten und sangen. Zur Erinnerung und zum Vergleich noch einmal das einstimmige Bekenntnis der Pioniere der Adventbewegung aus dem Vorwort des Zionsliederbuches von 1893: 

„Die heutigen in den geistlichen Liedern des Christentum zutage tretenden Glaubenslehren sind in der einen oder anderen Hinsicht noch immer durch heidnische oder andere Irrtümer (laut amerikanischem Original von 1887: „päpstliche Irrtümer“) stark gefärbt. Um diese aus sonst guten und gediegenen Liedern auszumerzen, war es in manchen Fällen notwendig, den Wortlaut und hier und da sogar den ganzen Versbau umzugestalten. … (verfasst in) Battle Creek, im Oktober 1893.“ 

Noch heute lässt sich der Wandel in adventistischen Liedern und Glaubenslehren im aufschlussreichen Vorwort des neuen Zionsliederbuches vom Jahr 1935 exakt zurückverfolgen:

„Die Vorarbeiten für diese Ausgabe wurden im Frühjahr 1927 aufgenommen. Ein Mitarbeiterkreis beschäftigte sich mit den Fragen um Streichung und Ergänzung. Bei der Durchsicht der Dichtungen (…) wurde Rückkehr zu ihrer Urform angestrebt. Wenn ein Dichter einen Gedanken zum Ausdruck gebracht hat, der unserer biblischen Erkenntnis nicht entspricht, wurde im Allgemeinen nicht versucht, sein Werk durch Veränderungen anzupassen.“ 

Ein derart unglaublich gewissenloser Umgang der neuen STA – Generation mit der biblisch fundierten Erkenntnis der Adventpioniere ist schockierend und nicht nachvollziehbar. Manche STA haben offensichtlich kein Problem damit, die biblische Erkenntnis zu verwerfen, anstatt unbiblische Liedtexte zu überdenken und entsprechend zu verändern. 

Auch wenn es bis zum Jahr 1925 der biblischen Erkenntnis der STA widersprach, verbreiteten die verantwortlichen Herausgeber des neuen Zionsliederbuches im Jahr 1935 – trotz „unserer biblischen Erkenntnis“ – erneut „heidnische und päpstliche Irrtümer“! Im Vorwort erklärten sie ganz dreist, dass sie bei den Dichtungen (also wider besseren Wissens!), zur „Urform“, also zum unbiblischen Standpunkt, zurückkehrten. 

Wenn z.B. ein katholischer oder evangelischer Dichter – gemäß seiner Tradition – den „dreieinigen Gott“ lobte, druckten (und sangen) STA seit 1935 dennoch ohne zu zögern den ursprünglich trinitarischen Text genauso, wie er – aufgrund mangelhafter Bibelkenntnis – von Nicht- STA gedichtet wurde. 

Das ständige Singen der altkirchlichen trinitarischen Liedtexte seit mehr als 80 Jahren ist offenbar vorzüglich dazu geeignet, dem Adventvolk die „neue Erkenntnis“ vom „dreieinigen“ Gott und besonders von der „dritten Person der Gottheit“ wirkungsvoll einzuprägen. 

Während amerikanische wie auch deutsche Pioniere der Adventbewegung aufgrund ihres intensiven Bibelstudiums „heidnische und päpstliche Irrtümer“ aus ihrer Lehre und gleichzeitig aus ihren Liedern entfernten und deshalb bestimmte Passagen umdichteten – kehrte die neue ST- Generation zur jahrhundertealten trinitarischen „Urform“, das heißt, zu „heidnischen und päpstlichen Irrtümern“ zurück!

Bekanntlich ist die „trinitarische Urform“, zu der die heutige STA-Generation zurückgekehrt ist, schon sehr alt. Sie wurde bereits in den Jahren 325 und 381 von den sogenannten „Kirchenvätern“ erdacht und nach langen Diskussionen durch mehrere Konzilsbeschlüsse – oft sogar mit Gewalt und Krieg – ins Christentum eingeführt. Im Jahr 451, auf dem Konzil zu Chalcedon, erklärten die Kirchenväter die Zweinaturenlehre (Jesus ist Gott-Mensch) und die Dreifaltigkeitslehre endgültig zum unumstößlichen Dogma der katholischen Kirche. Die Trinität (Gott-Vater, Gott-Sohn, Gott Heiliger Geist) gehört seitdem zum Glaubensbekenntnis fast aller Kirchen.

Von den Pionieren der von Gott ins Leben gerufenen Adventbewegung wurde die Trinität nach eingehendem Bibelstudium sowie Visionen Ellen Whites weder geglaubt noch gelehrt, sondern mit Nachdruck als unbiblisch, heidnisch, katholisch und antichristlich abgelehnt. Deshalb musste man zuerst die nicht trinitarischen geistlichen Lieder ändern, um die neue STA Generation an das „wiederentdeckte“ trinitarische Glaubensbekenntnis zu gewöhnen. Wenn STA „zur Urform zurückkehren“ bedeutet dies nicht nur Rückkehr zur Originalversion der trinitarischen Liedtexte aus dem 17. Jahrhundert – sondern auch Rückkehr zum mehr als 1600 Jahre alten trinitarischen Glaubensbekenntnis der katholischen Kirche!

Erneut bestätigt sich W. Stolpmanns Aussage: 

Geistliche Lieder sind gesungene Glaubensbekenntnisse.“!

Vor allem neue Glaubensbekenntnisse müssen durch neue Lieder eingeprägt werden! Weshalb war es Anfang der 1930er Jahre überhaupt erforderlich, das damalige biblische Glaubensbekenntnis der von Gott ins Leben gerufenen Adventbewegung zu ändern und stattdessen ein neues, trinitarisch geprägtes Glaubensbekenntnis einzuführen?

Erst mehr als 40 Jahre später klärte Dr. Lucas Haenel im Adventecho vom 15.02.1974 das Adventvolk darüber auf, seit wann, weshalb, wodurch und besonders zu welchem Zweck die Glaubenslehren von der STA-Führung neu formuliert wurden. In seinem Artikel gibt er zu: 

„Als im Jahr 1931 die Glaubenslehren der Adventisten neu formuliert wurden … seither wird der Heilige Geist in unserer Literatur als die dritte Person der Gottheit bezeichnet. Ein Glaubensbekenntnis, das uns mit den meisten christlichen Kirchen verbindet.“ 

Als die STA-Führung plante, die adventistischen Glaubenslehren neu zu formulieren, ordnete sie gleichzeitig die Rückkehr zu den seit Jahrhunderten von der Christenheit gesungenen altkirchlichen trinitarischen Liedtexten in der neuen Auflage des Zionsliederbuches an. Sowohl die „Neuformulierung adventistischer Glaubenslehren“ im Jahr 1931, als auch die „Rückkehr zur trinitarischen „Urform“ im Zionsliederbuch von 1935 erfolgte offenbar ohne vorherige Information, ohne Befragung, ohne Zustimmung der Gemeindeglieder. 

Die STA- Führung stellte das ahnungslose Adventvolk einfach vor vollendete Tatsachen, z.B. mit den Sabbatschullektionen in den Jahren 1936 und 1952.

Berief sich die STA-Führung bei ihrer „Neuformulierung adventistischer Glaubenslehren“ etwa auf neue biblische Erkenntnisse aus dem Wort Gottes? Welches Ziel verfolgte die Gemeinschaftsleitung mit der traditionellen Lehre von der „Dreieinigkeit“, vor allem mit der „dritten Person der Gottheit“? Um sich nach dem Tod der meisten Adventpioniere als anerkannte STA Kirche zu etablieren, benötigte die STA Führung ein neues Fundament, das die Adventisten nun mit den meisten christlichen Kirchen verbindet: Die Trinität.

Mit dem Lehrheft für die Kindersabbatschule vom Jahr 1932 existiert eines der letzten Zeugnisse für die ursprünglichen biblischen Glaubenslehren der STA. Offensichtlich waren selbst die Autoren des Kindersabbatschulheftes im Jahr 1932 noch nicht über die „Neuformulierung“ adventistischer Glaubenslehren informiert, die bereits im Jahr 1931 erfolgte. Denn im Jahr 1932 war ihnen noch unbekannt, dass die STA-Führung im Jahr zuvor eine „dritte Person der Gottheit“ auf den himmlischen Thron „befördert“ hatte.

Auf alle Fälle wussten sie genau, was die Heilige Schrift lehrt: Denn damals erklärten sie den Kindern mit Texten aus der Bibel, dass nur der Vater (1) und sein Sohn (2) und die Engel (3) zur himmlischen Familie gehören. (- aber keine „dritte Gott- Person“!). Deshalb weisen die Autoren anhand der Bibeltexte Offb. 5,11 und Hes. 28,14.15.17 nicht auf eine „dritte Person der Gottheit“, sondern auf einen Engel hin, der eine „hohe Stellung“ im Himmel einnahm. 

Laut Hesekiel Kapitel 28 wollte dieser „Dritte“ tatsächlich sogar dem Allerhöchsten gleich sein! Die angegeben Bibeltexte bezeugen, dass die Autoren und Herausgeber des Lehrheftes für Kinder im Jahr 1932 noch nichts von einer „Beförderung“ des „Nächsten nach Christus“ zur „dritten Person der Gottheit“ wussten.

Ellen White – deren von Gott eingegebenen Visionen bis heute nicht „mit dem Bekenntnis der Trinitarier übereinstimmen“- erklärt in ihrem Buch Erfahrungen und Gesichte S. 134 (vgl. Spirit of prophecy, Band I, Kapitel 1, Seite 17; sowie Band II, Kapitel 1, Seite 9): „Satan war einst im Himmel ein erhabener Engel, der Nächste nach Christo. … Als Gott zu seinem Sohn sprach: „Lasst uns Menschen machen, ein Bild, das uns gleich sei, da wurde Satan eifersüchtig auf Jesus. … Er (Satan) wollte gerne die höchste Ehre nach Gott im Himmel empfangen.“ 

Es sei die Frage erlaubt: Weshalb sprach Gott, der Vater, immer nur mit seinem Sohn!? – jedoch niemals mit einer sogenannten „dritten Person der Gottheit“? Erhielt Ellen White in ihren letzten Lebensjahren etwa eine andere, neue Vision von Jahweh, dem Gott der Bibel, in der ihr offenbart wurde, dass der „Nächste“ nach dem Sohn Gottes zur „dritten Person der Gottheit“ in ein „himmlisches Trio“ berufen worden wäre?! 

Obwohl Ellen White aufgrund ihrer von Gott eingegebenen „Visionen nicht mit dem Bekenntnis der Trinitarier übereinstimmte“ und „den Nächsten nach Christus“ nicht als „dritte Person der Gottheit“ – sondern als Satan bezeichnete, versucht man seit einigen Jahren, zu „beweisen“, dass sie ihr Gottesverständnis am Ende ihres Lebens veränderte. 

Nicht nur die Stimme der Übrigen, sondern auch amazing discoveries e.V. veröffentlichte in STANDPUNKTE Nr. 1/2010 trinitarische Beiträge mehrerer Autoren. Einer dieser Autoren, der Theologe Johannes Kolletzki, erläutert den adventistischen Standpunkt zur Trinität. Er wagt sogar, Jahweh, dem Allerhöchsten, dem allein wahren Gott (Joh. 17,3), und seinem Sohn, dem Messias, zu widersprechen, wenn er behauptet: 

„Der christliche Gott ist, anders als der jüdische oder islamische, kein (ALL)EINHERRSCHER, SONDERN EIN „DREIHERRSCHER“. Der biblische Gott steht nicht einsam, sondern „dreisam“ über allem… Es ist der Geist Babels, der spricht: „Ich und sonst gar nichts.“ (Jes.47,8)“ 

Der „jüdische“ Gott hingegen spricht in seinem 1. Gebot (2. Mo. 20,2.3.; vgl. Jes. 45,5; 46,5): 

„Ich bin Jahweh, dein Gott… du sollst keine andern Götter neben mir haben.“ 

Gottes eigener Sohn, der „jüdische“ Rabbi, verweist in Markus 12,29 auf das höchste Gebot, das Sch ́ma Jisrael: „HÖRE… JAHWEH UNSER GOTT, JAWEH IST EINER!“ (5. Mo.6,4)

Der „jüdische“ Messias bezeugt: „Der Vater ist größer als ich.“ (Joh.14,28b)

Der „jüdische“ Apostel Paulus wusste: „Wir haben nur EINEN Gott, den Vater.“ (1. Kor. 8,6); 

„EINEN Gott und einen Mittler zwischen Gott und den Menschen“. (1.Tim.2,5) 

Ein weiterer Beitrag in STANDPUNKTE 1/2010 – die gekürzte Fassung der Seminararbeit des damaligen Theologiestudenten Michael Dörnbrack, der nun als Pastor und Leiter der Josia- Missionsschule tätig ist – trägt den vielsagenden Titel Vorsicht Fälschung! Wie bereits Winfried Stolpmann behauptet auch Michael Dörnbrack: 

„…F.M. Wilcox, von 1909 bis 1944 Schriftleiter des R&H, … formulierte im Oktober 1913 (etwa anderthalb Jahre vor Ellen Whites Tod!) das erste adventistische Glaubensbekenntnis, das eine klare Zustimmung zur Trinität enthält…Dieses von Wilcox verfasste Glaubensbekenntnis ist insofern sehr bedeutsam, dass es zeigt, dass die Trinität noch zu Lebzeiten Ellen Whites weit vorangeschritten war…Hätte sie die trinitarischen Aussagen als Abfall gewertet, hätte sie darauf mit klaren Worten reagiert…Der Ruf „Vorsicht Fälschung!“ ist berechtigt. Die Frage ist nur, auf welcher Seite die Fälschung liegt!“ 

Unsere Kirche hat seine Aussage in dem Yearbook 1914 entschlossen dementiert, und die Punkte des Glaubens aufgelistet, die identisch mit den Punkten im Jahr 1872 waren! Im Jahr 1872 existierte keine Spur des Glaubens an die Dreieinigkeit! 

Und „ausgerechnet“ dieser Text vom F. Wilcox wird heute als „Beweis“ verwendet, dass wir zur Zeit von EGW die Dreieinigkeit „angenommen“ hätten. Zugleich wird “zufällig” nicht erwähnt, was die Adventgemeinde im Jahr 1914 offiziell veröffentlicht hatte! 

Da der Ruf „Vorsicht Fälschung!“ tatsächlich berechtigt ist, muss der Frage nachgegangen werden, auf welcher Seite die Fälschung wirklich liegt. Sind die Behauptungen heutiger Theologen in der Adventgeschichte nachweisbar, wenn sie beinahe 100 Jahre später verbreiten: „Der Glaube der STA an die Dreieinigkeit“ sei „bereits im Jahr 1913“ – also noch zu Ellen Whites Lebzeiten – „allgemeines Glaubensgut“ gewesen!? 

Letztendlich kann die Frage, auf welcher Seite die Fälschung liegt, wohl kaum ein Theologe im 21. Jahrhundert, sondern nur ein Zeitzeuge aufklären und beantworten. Lassen wir deshalb Prof. Dr. LeRoy Froom, den damaligen Hauptakteur bei der Einführung der Trinitätslehre in die Adventgemeinde, zu Wort kommen. 

In seinem im Jahr 1971 veröffentlichten Buch Movement of Destiny berichtet Prof. Dr. Froom in den Kapiteln 25 und 26, auf den Seiten 409 bis 428 in allen Einzelheiten darüber, wie im Jahr 1931 eine neue Epoche bei den STA begann. Auszüge aus Movement of Destiny erschienen im Jahr 1972 im Adventboten Nr. 16/17 in deutscher Übersetzung. Als maßgeblich Beteiligter und Zeitzeuge schreibt Froom:

„F.M. Wilcox hat unsere Glaubensgrundsätze als „Fundament Beliefs“ neu formuliert.“

Wie bereits erwähnt, bestätigt auch Dr. Lucas Hähnel im Adventecho vom 15.02.1974:

„Im Jahr 1931 [wurden] die Glaubensgrundsätze der Adventisten neu formuliert…“ 

Weshalb behaupten einige einflussreiche STA-Theologen im 21. Jahrhundert trotzdem – obwohl sie die Zeit Anfang der 1900er Jahre überhaupt nicht miterlebten – dass der Glaube der STA an die Dreieinigkeit bereits im Jahr 1913 allgemeines Glaubensgut gewesen sei!? 

LeRoy Froom berichtet als Zeitzeuge davon, wie er im Jahr 1928 während einer Verbandskonferenz von bibeltreuen Adventisten (sog. „Oldtimern“) heftig angegriffen wurde, als er seine neuen Ansichten über die dritte Person der Gottheit vortrug. Noch 32 Jahre später erinnerte sich Prof. Dr. Froom sehr genau an die damalige Zeit Ende der 1920er Jahre, als er am 27.10.1960 in seinem Brief an Otto H. Christansen schrieb: 

„Du kannst Dir gar nicht vorstellen, wie ich von einigen Oldtimern regelrecht „verprügelt“ (niedergemacht) wurde, weil ich den Heiligen Geist als dritte Person der Gottheit betonte. Einige verleugneten dies und verleugnen es noch immer. Mein Buch (Anmerkung: „Das Kommen des Trösters“) ist aber jetzt allgemein als Standard anerkannt.“ 

Prof. Dr. LeRoy Froom, Hauptakteur und somit Zeitzeuge, erklärt persönlich in seinem Brief, dass die von ihm abfällig als „Oldtimer“ (rückständig) bezeichneten Adventpioniere seine trinitarischen Ausführungen noch im Jahr 1928 heftig bekämpften! In seinem Buch Movement of Destiny dokumentiert er ausführlich in zwei Kapiteln den Beginn der „neuen Epoche“ im Jahr 1931! In Movement of Destiny schreibt er, dass die von F.M. Wilcox neu formulierten Glaubensgrundsätze der STA zum ERSTEN MAL IM JAHR 1931 erschienen! 

In adventistischen Gesangbüchern begannen die „Vorarbeiten“ für die Rückkehr zur trinitarischen „Urform“ in den 1920er Jahren; in der Literatur z.B. in Gemeindezeitschriften der STA jedoch bereits zu Lebzeiten der mittlerweile betagten Adventpioniere.

In seinem Artikel Vorsicht Fälschung, der teilweise in der Stimme der Übrigen veröffentlicht wurde, erklärt M. Dörnbrack: 

„Die Gemeindezeitschriften setzten sich intensiv für die Verbreitung der Trinitätslehre in der Adventgemeinde ein. … Die alte Garde der Antitrinitarier war zu diesem Zeitpunkt schon gestorben oder ohne großen Einfluss im Ruhestand.“

Demnach wurde die Trinitätslehre intensiv in adventistischen Gemeindezeitschriften verbreitet, als die „alte Garde der Antitrinitarier“ keinen Einfluss mehr auf die neue Lehre nehmen konnte. Ob dies aber mit deren Zustimmung geschah, ist jedoch äußerst fraglich. Denn nur wenige Jahrzehnte zuvor lehnte „die alte Garde“ die Trinitätslehre generell und mit Nachdruck ab. Damals bekämpften praktisch alle adventistischen Autoren die Trinitätslehre als „unhaltbar, unbiblisch, vernunftwidrig und dem gesunden Menschenverstand widersprechend, unglaubwürdig und unverständlich, widersprüchlich, absurd, lächerlich, päpstlich, heidnisch oder einfach antichristlich.

Offensichtlich meldete sich keine einzige Stimme zu Wort – Ellen White eingeschlossen – die dieser negativen Einschätzung widersprochen hätte. Sogar das adventistische Gesangbuch zeigt die geschlossene Zurückweisung der Trinität durch die Adventgemeinde. 

Wie „intensiv“ sich adventistische Verlage „für die Verbreitung der Trinitätslehre in der Adventgemeinde einsetzten“, erwähnt M. Dörnbrack in STANDPUNKTE, wenn er schreibt: 

„Bemerkenswert ist, dass unser adventistisches Verlagshaus Pacific Press im Jahr 1892 eine von einem Nichtadventisten namens Samuel T. Spear geschriebene Broschüre herausgab, deren Inhalt eindeutig trinitarisch war. Titel: Die biblische Lehre der Trinität…. bemerkenswert, weil sie von einem Gesinnungswandel bei einigen verantwortlichen Brüdern zeugt.“ 

Tatsächlich ein „bemerkenswerter Gesinnungswandel bei einigen Verantwortlichen“. Wie kann die Trinität, die alle Adventpioniere – einschließlich Ellen White – als unbiblisch verwarfen, als „biblisch“ anerkannt werden, nur weil ein Nicht-STA diese Lehre „biblisch“ nennt und die Herausgeber von Pacific Press seine Broschüre Die biblische Lehre der Trinität bedenkenlos veröffentlichten und überall unter den Adventisten weit verbreiteten? Aus diesem Grund hat Ellen White die Zusammenarbeit mit Pacific Press beendet:

„Schreckliche Sachen wurden gedruckt, direkt in unserer Druckerei, und wenn ein Teil der Arbeit verschoben werden musste, war das der Teil mit den Büchern, die das Licht enthalten. Dies brachte grosse Unzufriedenheit Gottes. Die Lehrlinge wurden in den darin enthaltenen falschen Doktrinen unterrichtet, die eingebracht wurden. Und die Druckerei „REVIEW and HERALD“ hat diese FALSCHEN Doktrinen in die Welt gesendet.“ {Ellen White: Ms 20, 1903, April 3, par. 8}

Unter der Teilüberschrift Die Trinitätslehre beginnt sich zu etablieren schreibt M. Dörnbrack in seinem Artikel Vorsicht Fälschung: „Von Ende 1899 [nachweislich aber bereits ab 1898!] bis Ende 1900 veröffentlichte der Review & Herald eine Serie von neun Artikeln, die klar zugunsten der Trinitätslehre Stellung bezogen. Diese Artikelserie [Kings Messenger] war deshalb von großer Bedeutung, weil sie sich zum ersten Mal für trinitarische Ansichten einsetzte“

Für M. Dörnbrack ist es nicht nur „bemerkenswert“, dass im Jahr 1892 ein adventistischer Verlag die Broschüre eines Nichtadventisten mit dem Titel Die biblische Lehre der Trinität veröffentlichte; er meint sogar, dass die Kings-Messenger-Artikelserie (1898-1900) von „großer Bedeutung“ war, weil sie sich „systematisch für trinitarische Ansichten einsetzte“. Wie kann die Kings-Messenger-Artikelserie, die sich „systematisch für trinitarische Ansichten einsetzte“ und von Nichtadventisten geschrieben wurde, von „großer Bedeutung“ sein für „die Rolle Ellen Whites bei der Entwicklung der Trinitätslehre in der Adventgemeinde“!? 

Denn Michael Dörnbracks Hauptseminararbeit im Fach Adventistische Theologie an der Theologischen Hochschule Friedensau heißt: „Die Rolle Ellen Whites bei der Entwicklung der Trinitätslehre in der Adventgemeinde!“ Wie aus seiner Seminararbeit, den Fußnoten 93, 98-101, 103-105 (allerdings nicht aus STA Standpunkte 2/2010), hervorgeht, wusste er, dass die von ihm erwähnten Kings-Messenger- Zitate, die der R&H bereits ab 1898! veröffentlichte, weder von Adventisten, noch von Ellen White stammten. Dennoch lobt er deren „große Bedeutung“ für STA, wenn er über die Zeit von 1896 bis 1901 in der Adventgemeinde berichtet. 

Welche Rolle spielte Ellen White während ihrer 10jährigen Abwesenheit bei der Entwicklung der Trinitätslehre, als adventistische Verlage in Amerika trinitarische Literatur von Nichtadventisten veröffentlichten und verbreiteten? In den Jahren von 1891 bis 1900 lebte Ellen White nicht in Amerika, sondern in Australien. Weshalb versucht M. Dörnbrack – wie auch andere Theologen – den Eindruck zu erwecken, dass Ellen White in den 1890er Jahren an den Veröffentlichungen trinitarischer Literatur durch adventistische Verlage in Amerika beteiligt gewesen sei, um an einem trinitarischen Gottesverständnis mitzuwirken? 

Die in den 1890er Jahren von adventistischen Verlagen verbreitete trinitarische Literatur von Nichtadventisten spielten wohl eher eine Rolle bei der Entwicklung trinitarischer Glaubenslehren in der Adventgemeinde als in Ellen Whites Glaubensüberzeugung. Als Beweis, dass Ellen White bereits in den 1890er Jahren trinitarische Artikel für den Review & Herald geschrieben hätte, veröffentlichte die Stimme der Übrigen im November 2004 Auszüge aus M. Dörnbracks Seminararbeit und daneben die Titelseite des R&H mit einem Artikel Ellen Whites als Faksimile. Ebenfalls als Faksimile wurde ein zweiter Artikel mit trinitarischem Inhalt ohne Verfasserangabe abgedruckt, den Ellen White angeblich unter dem Synonym The Kings Messenger (des Königs Bote) geschrieben hätte. 

Man behauptet zudem, beide Artikel seien 1890 in ein und demselben R&H erschienen. Einige Leser fanden es sehr seltsam, dass die Titelseite des R&H mit Ellen Whites Artikel auf Seite 17 unten und der zweite Artikel auf Seite 18 – also auf der Rückseite – abgebildet war. Dabei gibt es Erstaunliches zu entdecken. Auf dem Titelblatt des R&H mit Ellen Whites Artikel steht das Datum: „Tuesday, January 14,1890“.

Durch Gottes Fügung hinterließ einst ein gewissenhafter Archivar einen handschriftlichen Vermerk mit dem Datum „Sept. 20, 1898“ über dem trinitarischen Kings-Messenger-Artikel! Mit diesem Datum vereitelte er das geplante Meisterstück der Täuschung, mit dem man beweisen wollte: Ellen White schrieb im Januar 1890 sowohl den Artikel auf der Titelseite des R&H, als auch den trinitarischen Kings-Messenger- Artikel im gleichen R&H. Wer aber etwas genauer hinschaut, bemerkt: Den Leitartikel auf der Titelseite des R&H verfasste Ellen White unter ihrem Namen im Januar des Jahres 1890. Der zweite, trinitarische Artikel aus aus der Kings-Messenger-Serie erschien zwar im R&H, aber im September 1898 – also erst acht Jahre später! Der Kings -Messenger– Artikel wurde jedoch nachweislich weder von Ellen White noch von irgendeinem anderen STA geschrieben – sondern von Nicht – Adventisten! 

Auf Nachfrage bestätigte auch das White Estate:

Adventistische Verlage übernahmen in den 1890er Jahren u. a. die trinitarische Artikelserie The Kings Messenger aus einer nichtadventistischen Zeitschrift gleichen Namens. Zugegebenermaßen sind weder die zwei Faksimile, noch die beiden Artikel, die im R&H erschienen, gefälscht. Dieses Beispiel zeigt jedoch, mit welchen Methoden man – ohne zu fälschen – manipulieren kann, wenn man „beweisen“ will, dass Ellen White bereits in den 1890er Jahren trinitarische Artikel schrieb. 

Für die Pioniere der Adventbewegung waren aber weder Broschüren noch Artikel von Nichtadventisten, sondern allein die Bibel einziger Maßstab und einziges Fundament ihres Glaubens. Doch während Ellen Whites Abwesenheit in den 1890er Jahren wurden in adventistischen Verlagen Bücher und Artikel von Nichtadventisten gedruckt, veröffentlicht und unter allen Adventisten verbreitet. (Ellen White reagierte darauf in Zeugnisse Band 8, Seite 98-109) Demnach begannen einige einflussreiche Männer bereits vor mehr als 120 Jahren am neuen Fundament eines trinitarischen Glaubensbekenntnisses der STA zu mauern!

Zu den Machenschaften der STA-Führung während der 1890er Jahre äußert sich auch Dr. Denis Kaiser, Assistenzprofessor für Kirchengeschichte an der Andrews-Universität (USA). In seinem Artikel, der im Gemeindeblatt der baden-württembergischen Vereinigung BWegung 2/2019 erschien, erklärte er, dass „einige einflussreiche Adventisten schon in den 1890er Jahren für die Dreieinigkeit der Gottheit eintraten“. Deshalb könne „die Darstellung, dass der Gedanke erst in den 1930er Jahren im Adventismus Eingang fand, nicht aufrechterhalten werden.

Dies ist richtig. Die ersten Abfallträger haben schon um das Jahr 1890 angefangen, den Abfall vorzubereiten. Ellen White wurde 1891 bis 1900 gegen ihren Willen nach Australien gesendet, damit die Abfallträger in aller Ruhe mit den Fälschungen im großen Stil beginnen konnten. Dr. Heinz schreibt: Um diese Frage beantworten zu können, müssen wir einen Blick in die Geschichte unserer adventistischen Glaubensentwicklung werfen….Die dogmatische Fixierung und Verkrustung der Kirchen schreckte sie (die frühen STA) ab, und so konstatierte James White 1847 lediglich:

Die Bibel stellt eine vollkommene und vollständige Offenbarung Gottes dar. Sie ist unser einziger Maßstab des Glaubens.“ Sechs Jahre später, 1853, … kam er jedoch wiederum zu der Einsicht, dass der Gemeinde in der Heiligen Schrift ein ausreichendes Glaubensbekenntnis zur Verfügung steht. Die Position „Unser einziges Credo ist die Bibel“ wurde auch 1861 bei der Gründung der Michigan-Konferenz in Battle Creek bekräftigt. John N. Loughborough lehnte damals ein Glaubensbekenntnis mit folgender Begründung ab:

Der erste Schritt auf dem Weg des Abfalls besteht darin, ein Credo zu entwerfen, das uns vorschreibt, was wir glauben sollen. Der zweite Schritt besteht darin, dieses Credo zu einem Prüfstein der Glaubenszugehörigkeit zu machen. Der dritte Schritt, der bald darauf folgt, besteht darin, Gemeindeglieder an diesem Credo zu messen, der vierte, jene als Häretiker zu verurteilen, die nicht daran glauben, und der fünfte besteht schließlich darin, dass man mit der Verfolgung dieser Häretiker beginnt.“ 

Zwischenfrage zum Nachdenken:

Worin besteht lt. J. N. Loughborough der vierte und fünfte Schritt auf dem Weg des Abfalls? Am 12. Oktober 2018 machte Ted Wilson, Präsident der Generalkonferenz im ersten Punkt seiner Predigt unmissverständlich klar, „dass die Gottheit in drei göttlichen, gleichwertigen Personen von Ewigkeit zu Ewigkeit besteht. Manche verkündigen möglicherweise abwegige und verwirrende antitrinitarische Häresie.“ [Ketzerei] 

Dr. Daniel Heinz erläutert in seinem Artikel, aus welchen Gründen Adventisten zwar ein Glaubensbekenntnis stets strikt ablehnten, es aber im Jahr 1872 für sinnvoll erachteten, die Öffentlichkeit mit den Grundprinzipien adventistischen Glaubens bekannt zu machen: 

„Weil man vor dem Missbrauch kirchlicher Autorität Angst hatte, wandte man sich erneut gegen eine offizielle Deklaration adventistischer Glaubenslehren…1872 erscheint, erstmalig in der frühen Adventgeschichte, eine 14seitige so genannte „Deklaration von Grundprinzipien“…,die in 25 Abschnitten die adventistischen Lehrpunkte, wie sie „in großer Einmütigkeit“ von den Gemeindegliedern geglaubt wurden, zusammenfasst, ohne freilich dabei den Anspruch eines autoritativen Glaubensbekenntnisses zu erheben. Dieser Anspruch wird in der Präambel der Deklaration ausdrücklich abgelehnt….Die „Deklaration“ von 1872 beabsichtigte, irrige Ansichten und Eindrücke über den Adventismus in der Öffentlichkeit zu korrigieren…. on 1905 bis 1915 [Anmerkung: Im Jahr 1915 starb Ellen White] erscheinen sie mehr oder weniger regelmäßig im „Jahrbuch“…Das Jahr 1930 stellt einen weiteren Meilenstein in der adventistischen Bekenntnisbildung dar. Da Missionare in Neulandgebieten Afrikas von Regierungsstellen immer wieder um eine „offizielle“ Darstellung ihres Glaubens gebeten wurden, forderte die afrikanische Divisionsleitung eine Neuauflage der „Grundprinzipien“ im „Jahrbuch“ der Gemeinschaft.„

Dr. Heinz schildert sachkundig, unter welch dubiosen Umständen die neuen trinitarisch geprägten „Glaubensgrundsätze“ zustande kamen:

„Unter Umgehung des Vollausschusses der Generalkonferenz … gelangte daraufhin ein Entwurf von 22 „Glaubensgrundsätzen“ (Fundamental Beliefs), der vom damaligen Schriftleiter Francis M. Wilcox gemeinsam mit drei anderen Theologen, darunter auch der Generalkonferenzpräsident Charles H. Watson, erarbeitet wurde, in das „Jahrbuch“ von 1931. Nach Aussage des adventistischen Historikers LeRoy E. Froom wollte man mit dieser „Überraschungsaktion“ den Widerstand traditionalistischer Kreise innerhalb der Gemeinschaftsleitung umgehen. Die Neufassung, die sich implizit wiederum nicht als fest formuliertes Credo verstand, enthält zum ersten Mal ein klares Bekenntnis zur Trinität…1932 folgte dann die Aufnahme der „Glaubensgrundsätze“ in das neu geschaffene „Gemeindehandbuch“. …Während der Generalkonferenzvollversammlung 1980 in Dallas wurden die so genannten „Glaubensgrundsätze“ einer grundlegenden Revision und Neuformulierung unterzogen… Durch den offiziellen Beschluss der Generalkonferenz-Vollversammlung erlangten die „Glaubensgrundsätze“ von 1980 allerdings eine dogmatische Autorität wie kein anderes adventistisches Dokument zuvor… (Auszug)“

Weshalb musste der Schriftleiter Wilcox noch im Jahr 1930 zusammen mit dem Generalkonferenzpräsidenten und zwei weiteren einflussreichen Gesinnungs- genossen mit einer „Überraschungsaktion“ den „Widerstand traditionalistischer Kreise innerhalb der Gemeinschaftsleitung umgehen“? Weshalb mussten diese vier Männer sogar den „Vollausschuss der Generalkonferenz umgehen“, bevor Wilcox im Jahr 1931 die neuen Glaubensgrundsätze veröffentlichte, die „zum ersten Mal ein klares Bekenntnis zur Trinität enthielten“? 

In der Politik würde man das hinterhältige Vorgehen dieser vier prominenten Männer nicht als „Überraschungsaktion“ verharmlosen, sondern Verschwörung oder Rebellion nennen! Nachdem Prof. George Knight in seinem Buch mit dem aufschlussreichen deutschen Titel Es war nicht immer so (Seite 109) erklärt: 

Vielmehr verlangte auch das 1888 entstandene neue Verständnis des Erlösungsplanes nach einem anderen Verständnis der Gottheit.“, besteht aber kein Zweifel mehr daran, dass die Weichen für den trinitarischen Kurs der STA weder erst 1930, noch 1913 gestellt wurden, sondern bereits im Jahr 1888 während bzw. nach der Generalkonferenz in Minneapolis! 

Wenn Dr. Kaiser erwähnt, dass „einige einflussreiche Adventisten schon in den 1890er Jahren für die Dreieinigkeit Gottes eintraten“, gehörte Ellen White sicher nicht zu diesen „Einflussreichen“, die für die Dreieinigkeit Gottes eintraten. Denn sie erhielt keine Visionen, in denen Gott ihr offenbarte, dass ER nicht mehr EINER, sondern „dreieinig“ sei. Als aber einige einflussreiche Adventisten seit 1888 ein „anderes Verständnis der Gottheit“ hatten und „für die Dreieinigkeit Gottes eintraten“, waren die Zeugnisse der Botin Gottes ein Hindernis für den neuen Kurs der STA-Führung. Um sich des Einflusses der Botin Gottes zu entledigen, beschlossen jene einflussreichen Männer in der Generalkonferenz, Ellen White ins Exil nach Australien abzuschieben. 

Dass Ellen White dem neuen Kurs der Generalkonferenz nicht zustimmte und auch nicht freiwillig nach Australien ging, ist zu entnehmen aus ihrem Brief, den sie im Jahr 1896 an Ole A. Olsen, den Präsidenten der Generalkonferenz (1888-1897) schrieb:

Ich hatte kein Licht vom Herrn, als ich Amerika verlassen habe; er hat mir nicht offenbart, dass es sein Wille war, dass ich Battle Creek verlassen sollte. Es war nicht des Herrn Plan; aber er hat euch Eure eigenen Ideen beschließen lassen. Der Herr wollte, dass Willy White und seine Mutter sowie ihre Mitarbeiter bleiben sollten – denn dort, am Herzen des Werkes, wurden wir gebraucht. Wenn ihr in dieser Situation eine wirkliche Einsicht gehabt hättet, würdet Ihr es nie zugelassen haben, dass diese Anstrengungen gemacht wurden. Aber der Herr kann die Herzen eines Jeden lesen. Von Eurer Seite war jedoch der feste Entschluss gefasst worden, dass wir Amerika verlassen sollten – und der Herr hat es zugelassen, dass es geschehen ist. Ihr wart der Zeugnisse so überdrüssig, dass Ihr die Personen, die Euch die Zeugnisse gebracht haben, nicht länger dulden wolltet.“ (E.G. White, Brief Nr.127) 

Demnach beschloss die Generalkonferenz, dass Ellen White Amerika verlassen musste. In Australien, wo sie sich in den Jahren 1891-1900 aufhielt, schrieb sie mehrere Bücher und unternahm von dort aus einige Auslandsreisen, unter anderem nach Europa. Da aber gern verschwiegen wird, weshalb Ellen White in den 1890er Jahren nicht mehr in Amerika, sondern in Australien lebte, meinen heutige Theologen, das Gerücht verbreiten zu können, Ellen White habe während dieser Zeit „stets alles überwacht und unter Kontrolle“ gehabt und sei mit dem Druck und der Verbreitung trinitarischer Literatur durch adventistische Verlage in Amerika einverstanden, oder sogar daran beteiligt gewesen.

Ellen White konnte jedoch dem trinitarischen Gottesverständnis einiger einflussreicher Adventisten in der Generalkonferenz nicht zustimmen, weil ihre von Gott inspirierten Visionen bis zu ihrem Tode nicht mit dem Bekenntnis der Trinitarier übereinstimmten. Doch damals führte der „Gesinnungswandel bei einigen [un-]verantwortlichen Brüdern“ zu „einem neuen Verständnis des Erlösungsplanes und einem anderen Verständnis der Gottheit“ (G. Knight) Einige einflussreiche Adventisten, die laut Dr. Kaiser schon in den 1890er Jahren für die Dreieinigkeit Gottes eintraten, verbannten die mahnende Stimme der Botin Gottes aus dem Zentrum des Werkes.

Während Ellen Whites Abwesenheit veröffentlichte der adventistische Pacific-Press-Verlag 1892 das Buch Die biblische Lehre der Trinität, obwohl der Verfasser kein STA war. Von 1898 -1900 verbreitete die adventistische Gemeindezeitschrift Review & Herald die ebenfalls von Nicht-STA geschriebene trinitarische Kings-Messenger-Artikelserie. Zur selben Zeit, im Jahr 1898, gab der Pacific Press Verlag das Buch The Desire of Ages (DA) heraus. Darin tauchen mehrere trinitarische Zusätze auf, die offensichtlich aus den oben genannten Schriften entnommen wurden, die aber in Ellen Whites Original „Lord Jesus Christ“ (deutsch: Das Leben Jesu Christi), in „Spirit of Prophecy“ (Bände II und III) nicht enthalten sind. 

RICHTIGE MUSIK DIE GOTT LOBT:

Unten können wir ein Beispiel einer modernen Musikform sehen, die (trotzdem) wirklich Gott den Vater und Seinen Sohn Jesus lobt, ohne Trommeln, Rhythmus oder charismatische Einflüsse (Alle Lieder in der Fortsetzung von jedem Video kommen automatisch von YouTube, und sind aus dem Grund kein Teil dieser Empfehlung):

Anja Schraal:

Deroll Sawyer:

Auch die Arten der klassischen Musik wie z.B. von Georg Friedrich Händel oder Johannes Sebastian Bach bringt besonders starkes Loben von dem wahrem Gott und Seinem Sohn Jesus.

Georg Friedrich Händel:

Johann Sebastian Bach:

Adventisten – Erstes Gebot ODER Dreieinigkeit Goran Šušljić 316 Seiten DOWNLOAD PDF

Die letzte Phase des Abfalls und das erste Gebot Goran Šušljić 4 Seiten DOWNLOAD PDF

Der Grosse Konflikt Ellen White DOWNLOAD PDF 608 Seiten DOWNLOAD PDF

Serbo-Kroatisch:

Adventisti – Prva Zapovest ILI Trojstvo Goran Šušljić 283 stranice DOWNLOAD PDF

Završna faza otpada i prva zapovest Goran Šušljić 4 stranice DOWNLOAD PDF 

English:

Adventism – First Commandment OR The Trinity  English + Deutsch Goran Šušljić 68 Pages DOWNLOAD PDF  – First 30 Chapter translated into English + (complete) latest version in German language

Adventism – First Commandment OR The Trinity  English + Srpsko-Hrvatski Goran Šušljić 68 Pages DOWNLOAD PDF  – First 30 Chapter translated into English + (complete) latest version in Serbo-Croatian language

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